Countup
--In letzter Konsequenz entscheiden ”nur” drei Faktoren, ob und wie gut man seine Dynamik optimieren kann: Was man diesbezüglich als hindernd oder als fördernd erkennt – und was man damit macht.
Was so simpel scheint, ist es nicht: Seine Dynamik gleichzeitig konsequent, um- und weitsichtig zu optimieren, ist eine komplexe Herausforderung.
Und je mehr Menschen in eine Optimierung involviert oder davon betroffen sind, desto komplexer wird der gesammte Prozess.
Die meisten Menschen gehen davon aus, dass ihre Wahrnehmungen objektiv sind – und darauf basierende Schlussfolgerungen und Entscheidungen die objektiv besten, um Ziele möglichst einfach, möglichst schnell und möglichst sicher zu erreichen. Leider ist dem nicht so.
Wir sind und funktionieren nicht objektiv – sondern subjektiv. Weil wir alles, was wir wahrnehmen, lieber so sehen und so behandeln, wie wir es sehen und behandeln wollen. Weil uns das dient – bis es zum Problem wird. Und Subjektivität generiert Probleme ...
Wir müssen und wollen funktionieren – und idealerweise optimal. Aber wir funktionieren nur dann optimal, wenn wir eine Art inneres Gleichgewicht und Lebenssinn empfinden. Und wenn wir uns der Illusion hingeben können, diesbezüglich alles im Griff zu haben.
Damit uns das gelingt, sammeln, speichern, verknüpfen und bewerten wir zeitlebens all unsere Wahrnehmungen, Empfindungen, Gedanken und Handlungen und alle daraus resultierenden Konsequenzen. Und verarbeiten diese ”Daten” fortlaufend zu einem subjektiv geprägten, sich kontinuierlich selbstreferenzierenden Algorithmus – und orientieren uns daran: Tag für Tag.
Wir konstruieren und programmieren gewissermassen ohne Unterlass, was wir wie sehen und verstehen, wer wir sind und was wir tun – und geben unserem Leben dadurch den Sinn, den es für uns schlussendlich zu haben scheint.
Unser Balance & Sense Programm sorgt für eine nützliche mentale Stabilität – aber es bewirkt auch, dass wir zunehmend nur noch das sehen, hören und verstehen, was die Funktionsweise des Programms nicht stört.
Dass dadurch unser Wahrnehmungs- & Handlungsvermögen und unser Spielraum konditioniert und eingeschränkt werden, liegt auf der Hand. Und dass dieses Handicap mitunter zu falschen Einschätzungen und suboptimalen Problemlösungen führt und führen muss, auch.
Das gilt auch für die Optimierung der Dynamik – oder vor allem. Obwohl: Wie wir unsere Dynamik erfolgreich optimieren könnten, wüssten wir ja ...